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Farbenblind-Test: Rot-Grün-Sehschwäche selbst prüfen

Der Selbsttest für das Farbensehen — direkt am Bildschirm

Bei einer Rot-Grün-Sehschwäche — umgangssprachlich oft Farbenblindheit genannt — liegen die Zapfen für Rot und Grün in ihrer Empfindlichkeit zu dicht beieinander. Farben mit gleicher Helligkeit lassen sich dann kaum noch unterscheiden. Geprüft wird das klassisch mit pseudoisochromatischen Tafeln: Zahlen aus farbigen Punkten, die sich nur im Farbton vom Hintergrund abheben. Dieses Verfahren geht auf den japanischen Augenarzt Shinobu Ishihara zurück, der es 1917 einführte. Wer normal farbentüchtig ist, liest die Zahl sofort — bei einer Rot-Grün-Schwäche verschwindet sie im Muster.

Der Test läuft vollständig in Ihrem Browser, dauert etwa zwei Minuten und ersetzt keine augenärztliche Untersuchung.

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Der interaktive Selbsttest

So bereiten Sie den Test vor

  • Stellen Sie die Bildschirmhelligkeit auf einen normalen, angenehmen Wert — nicht abgedunkelt.
  • Schauen Sie bei Tageslicht oder gutem Raumlicht auf den Bildschirm, ohne Spiegelungen.
  • Tragen Sie Ihre gewohnte Brille oder Kontaktlinsen. Eine Brille mit getönten Gläsern bitte absetzen.
  • Betrachten Sie jede Tafel mit beiden Augen aus etwa 60 bis 75 Zentimetern Abstand.
  • Antworten Sie spontan — langes Suchen verfälscht das Ergebnis.
Läuft vollständig in Ihrem Browser — keine Datenübertragung

Dieser Selbsttest dient der Orientierung und ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Bildschirm, Beleuchtung und Farbeinstellungen beeinflussen das Ergebnis.

So funktionieren die Farbtafeln

Bei normalem Farbensehen

Die Zahl hebt sich klar vom Hintergrund ab, weil Rot- und Grüntöne getrennt wahrgenommen werden.

Bei Rot-Grün-Sehschwäche

Alle Punkte wirken ähnlich. Da sich die Farben nur im Farbton unterscheiden, nicht in der Helligkeit, geht die Zahl im Muster unter.

Hinweis: Die Tafeln auf dieser Seite werden von uns eigens berechnet und folgen dem bekannten Prinzip der pseudoisochromatischen Tafeln. Es handelt sich nicht um die genormten Original-Testtafeln, die für die ärztliche Diagnostik verwendet werden.

Häufige Fragen zur Rot-Grün-Sehschwäche

Wie funktioniert ein Farbsehtest?

Beim klassischen Farbsehtest betrachten Sie sogenannte pseudoisochromatische Tafeln: kreisförmige Muster aus vielen farbigen Punkten, in denen eine Zahl verborgen ist. Die Zahl unterscheidet sich vom Hintergrund ausschließlich im Farbton, nicht in der Helligkeit. Wer normal farbentüchtig ist, erkennt sie sofort. Bei einer Rot-Grün-Sehschwäche verschmelzen die Farben und die Zahl geht im Muster unter. Ein Test am Bildschirm dient nur der Orientierung und ersetzt keine augenärztliche Untersuchung.

Ist das ein Ishihara-Test?

Der Test auf dieser Seite folgt dem Prinzip, das der japanische Augenarzt Shinobu Ishihara 1917 eingeführt hat: Zahlen aus farbigen Punkten, die sich ausschließlich im Farbton vom Hintergrund unterscheiden. Die Tafeln hier haben wir jedoch eigens berechnet — es sind nicht die genormten Originaltafeln, die in der augenärztlichen Diagnostik verwendet werden. Diese Originaltafeln sind auf standardisierte Druckfarben und definierte Beleuchtung geeicht. Beides lässt sich auf einem Bildschirm grundsätzlich nicht zuverlässig nachbilden. Unser Test dient deshalb der Orientierung, nicht der Diagnose.

Was ist eine Rot-Grün-Sehschwäche?

Bei einer Rot-Grün-Sehschwäche arbeiten die Zapfen der Netzhaut, die für das Rot- und das Grünsehen zuständig sind, nicht wie üblich getrennt voneinander — ihre Empfindlichkeitsbereiche liegen zu dicht beieinander oder ein Zapfentyp fehlt ganz. Rot-, Grün- und Brauntöne mit ähnlicher Helligkeit lassen sich dann schlecht auseinanderhalten. Man unterscheidet die Rotschwäche (Protanomalie), die Grünschwäche (Deuteranomalie) sowie die selteneren vollständigen Ausfälle. Betroffene sehen nicht schlechter, sondern anders.

Wie häufig ist eine Rot-Grün-Sehschwäche?

Eine angeborene Rot-Grün-Sehschwäche betrifft etwa acht bis neun Prozent der Männer und weniger als ein Prozent der Frauen. Der Grund ist die Vererbung über das X-Chromosom: Männer haben nur eines und damit keine zweite, unauffällige Anlage, die den Ausfall ausgleichen könnte. Viele Betroffene bemerken die Schwäche lange nicht, weil sie Farben von Kindheit an so kennen und sich zusätzlich an Helligkeit, Position und Zusammenhang orientieren.

Kann man eine Rot-Grün-Sehschwäche behandeln oder lasern?

Nein. Eine angeborene Rot-Grün-Sehschwäche liegt in den Sinneszellen der Netzhaut und ist nach heutigem Stand nicht heilbar — weder durch Medikamente noch durch eine Laserbehandlung der Hornhaut. Spezielle Filterbrillen können Farbunterschiede in manchen Situationen betonen, verändern das Farbensehen aber nicht grundlegend und sind kein Ersatz für normales Farbsehen. Eine Laserkorrektur behandelt die Fehlsichtigkeit, also Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, nicht das Farbensehen.

Wann sollte man mit einer Farbsehstörung zum Augenarzt?

Eine angeborene Farbsehschwäche bleibt lebenslang stabil. Verändert sich das Farbensehen dagegen neu, verschlechtert es sich zunehmend oder betrifft es nur ein Auge, sollte das zeitnah augenärztlich abgeklärt werden. Dahinter können unter anderem Erkrankungen des Sehnervs, der Netzhaut oder Nebenwirkungen von Medikamenten stehen. Auch für bestimmte Berufe, etwa in der Luftfahrt, bei der Bahn oder der Polizei, ist eine genormte augenärztliche Farbsinnprüfung erforderlich, die ein Selbsttest nicht ersetzen kann.

Hinweise auf eine Rot-Grün-Sehschwäche?

Lassen Sie das Farbensehen augenärztlich prüfen — ein Bildschirmtest kann das nicht leisten. Wichtig zu wissen: Eine angeborene Rot-Grün-Sehschwäche ist nicht behandelbar, auch nicht durch eine Laserbehandlung. Sie bleibt lebenslang stabil und verschlechtert sich nicht. Verändert sich Ihr Farbensehen dagegen neu oder einseitig, gehört das zeitnah abgeklärt — dahinter können Erkrankungen der Netzhaut oder des Sehnervs stecken.

Brille oder Kontaktlinsen loswerden?

Kurz-, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung lassen sich in vielen Fällen dauerhaft per Femto-LASIK oder SMILE korrigieren. Finden Sie in zwei Minuten heraus, ob Ihre Augen dafür geeignet sind.

Zum Eignungstest fürs Augenlasern
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